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Sektion Miesbach

Im Jahr 1858 besuchte der bayerische König Max II den Markt Miesbach und nach einer Bergtour über luftige Jägersteige auf den Wendelstein sagte der König beim Festschießen, Schuplatteln und Brotzeitmachen: in dieser Gegend lebt das frischeste und freudigste Volk im ganzen Gebirg. Hier wird aller Unfug am fleißigsten und mit einer gewissen Liebe kultiviert, so auch die schönen Seiten des Bergerlebens.

Das wollten sich die damaligen Miesbäcker nicht zweimal sagen lassen. Und weil der Unfug des schönen Bergerlebens nicht in die Hände der Liedertafel oder des Veteranenvereins fallen sollte, gründeten die Bahnexpetitoren und Apotheker und Gutsbesitzer und Haushofmeister, die Bergwerksdirektoren, Benefiziaten und Pfarrer, Bürgermeister, Kaufleute, Kgl. Salzbeamte und Schullehrer aus dem ganzen Gericht Miesbach den Miesbacher Alpenverein.

Mit dem Gründungsdatum von 1876 gehört die Miesbacher Sektion zu den 25 ältesten Sektionen des Deutschen Alpenvereins. Frauen und Arbeiter gehörten damals noch nicht zu den Mitgliedern, erst um die Jahrhundertwende wurde die erste Frau in den Verein aufgenommen, der Lebensfreude zuliebe eine stadtbekannte Weinwirtin.

Von allenfalsigen Exkursionen und regelmäßiger Theilnahme am Zentralausschuss für das Führerwesen sprechen wir heute nicht mehr. Heute gehen wir mit moderner Ausrüstung in die Berge, wir fördern gute Alpinisten, wir fahren Radl (Bike!) und Ski, wir wandern mit Schneeschuhen im Winter und leichtem Gepäck im Sommer in heimischen und fernen Bergen. Wir lieben die Bergblumenwiesen wie das steile Eis und klettern unter freiem Himmel so begeistert wie in unserer Kletterhalle. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und die Großeltern der Kinder teilen die gemeinsame Freude.

Die altehrwürdige Tradition lähmt unsere Knochen nicht, im Gegenteil, wir freuen uns über das Erlebte und finden ständig neue Ziele - davon gibt's für uns Bergsteiger ja Gott sei Dank viel genug!