© DAV

Hochtourentage im Wallis

26.07.2026

Bei bestem Wetter startete unsere Gruppe von der Turtmannhütte zu den Barrhörnern und auf das Schöllihorn. Blauer Himmel, eine großartige Fernsicht und gute Bedingungen machten diesen Tag zu einem echten Höhepunkt der Tour.

Am folgenden Tag war das Brunegghorn geplant. Der Brunegggletscher war jedoch kaum noch mit Schnee bedeckt. Viele offene Spalten, großflächiges Blankeis und zunehmende Steinschlaggefahr machten die Tour deutlich anspruchsvoller als erwartet. Selbst den anvisierten Vorgipfel rund 200 Höhenmeter unterhalb des Brunegghorns erreichten wir daher nicht ganz und drehten rechtzeitig um.

Auch den geplanten Übergang zur Tracuithütte sagten wir aufgrund der Wetter- und Verhältnisentwicklung ab. Sicherheit hatte klar Vorrang.

Gerade bei Hochtouren zeigt sich immer deutlicher, wie stark der Klimawandel die Bedingungen im Hochgebirge verändert. Gletscherrückgang, fehlende Schneebedeckung, offene Spalten, Blankeis und instabile Felsbereiche erschweren eine verlässliche Planung erheblich. Umso wichtiger sind aktuelle Informationen, flexible Entscheidungen und die Bereitschaft, Ziele anzupassen oder rechtzeitig umzukehren.

Trotz der verkürzten Tour bleiben eindrucksvolle Gipfelerlebnisse, starke Tage in der Gruppe und viele besondere Momente im Wallis.

Am Berg gewinnt nicht der Mutigste, sondern der, der wieder sicher heimkommt.